Aufarbeitung
Wir wissen, dass es sexualisierte und spirituelle Gewalt in der DPSG gab und immer noch gibt. Dafür wollen wir Verantwortung übernehmen. Wir sehen uns besonders in der Pflicht, Betroffenen ehrlich zu begegnen, ihnen zuzuhören, ihren Sichtweisen und Bedürfnissen Gehör zu verschaffen und sie zu unterstützen. Die verbandlichen Strukturen und Kulturen müssen so verändert werden, dass die DPSG für alle Mitglieder ein sichererer Ort wird.
Daher haben wir seit Ende 2023 einen wissenschaftlichen Aufarbeitungsprozess in Auftrag gegeben. Die Studie wird am 05.02.2026 veröffentlicht. Nähere Infos dazu gibt es weiter unten.
Du hast selber sexualisierte und/oder spirituelle Gewalt erfahren oder fühlst dich durch einen Vorfall in deinem Umfeld belastet?
Hier findest du Hilfsangebote:
Forschungsprojekt zur Aufarbeitung sexualisierter und spiritueller Gewalt
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Seit Ende 2023 untersucht ein Forschungsteam der Universitäten Marburg und Gießen sexualisierte und spirituelle Gewalt in der DPSG
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Inhalt: Das Vorkommen sexualisierter und spiritueller Gewalt, strukturelle Hintergründe und der bisherige Umgang damit im Verband
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Grundlage: u. a. Interviews mit Betroffenen und Expert*innen, Befragungen sowie Akten- und Dokumentenanalysen
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Ziel: Ein besseres, systemisches Verständnis dafür, wie es zu solchen Fällen kommen konnte und weiterhin kommen kann
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Der Verband stellt sich seiner Verantwortung gegenüber Betroffenen und unterstützt den weiteren Aufarbeitungsprozess
Du möchtest dem Forschungsteam auch noch nach der Ergebnisveröffentlichung von deinen Gewalterfahrungen bei der DPSG berichten?
Dann kannst du das bis September 2026 noch unter dem nachfolgenden Link machen. Die Berichte werden im September anonym an die zuständigen Personen im Bundesbüro übergeben.
Studie zu den Erfahrungen sexualisierter und spiritualisierter Gewalt in der DPSG
Die Ergebnisveröffentlichung
Hier gibt es Informationen für die Presse.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden am 05.02.2026 um 11 Uhr in einer Pressekonferenz veröffentlicht.
Der Livestream der Pressekonferenz wird im Anschluss an die Pressekonferenz auf dieser Seite zu finden sein.
Austauschtreffen für Verbandmitglieder und Interessierte
Es ist die Aufgabe von uns allen sein, Kinder und Jugendliche in unserem Verband besser zu schützen und ihnen ein sichereres Umfeld zu bieten.
Für diesen Austausch wird es ein weiteres digitales Treffen mit Vertreter*innen der Bundesebene geben:
14.10.2026, 19:30 Uhr
https://dpsg-de.zoom.us/j/61645310545?pwd=cxRLNfOToGkbVbcPI6uMvBzZvNMzlh.1
Meeting-ID: 616 4531 0545
Für Eltern, Erziehungsberechtigte und alle Leitenden gibt es weitere Informationen im nachfolgenden Link:
Das Betroffenenforum: Möglichkeiten zur Vernetzung von Betroffenen
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Die DPSG bietet mehrmals im Jahr ein Betroffenenforum für Menschen an, die innerhalb des Verbandes Gewalt erfahren haben
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Ziel der Treffen: Vernetzung, Austausch und Dialog ermöglichen – digital und in Präsenz
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Die Treffen werden von einer externen Moderation begleitet
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Inhalt: Informationen über aktuelle Entwicklungen im Kinder- und Jugendschutz durch Vertreter*innen des Verbandes und Austausch zum Aufarbeitungsprozess
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Geschützte Austauschzeiten ausschließlich für Betroffene, ohne anwesende Verbandsvertreter*innen
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Einladungen und Informationen werden über einen Mail-Verteiler verschickt
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Aufnahme in den Verteiler ist auch anonym möglich über: aufarbeitung
dpsg.de
Wenn du mehr zu den Foren erfahren möchtest, melde dich gerne bei betroffene
dpsg.de. Dort wird dir ein*e betroffene*r Teilnehmer*in des Betroffenenforum antworten.
Termine der Betroffenenforen:
30.05.2026 digital, https://dpsg-de.zoom.us/j/64180483215?pwd=R4NjcrRJjFrUxauZ2PKFyjnaVzlcyN.1
12.09.2026 digital, https://dpsg-de.zoom.us/j/67909388486?pwd=hLmt9rY2hX8LIaM2O5wELoPbJbQsdH.1
05.12.2026 digital, https://dpsg-de.zoom.us/j/65262912882?pwd=0nyZgFWOspIKt2yTqa2XbzS9RSYBvh.1
Der Aufarbeitungsbeirat
Aufgaben des Beirats:
- Kritische Begleitung der Zielentwicklung und deren Überprüfung während des Aufarbeitungsprozesses
- Festlegung eines zeitlichen Rahmens
- Auswahl des Forschungsteams
- Beratung und Abstimmung von Maßnahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Beiratsmitglieder treffen sich bis zu viermal im Jahr, um sich über den aktuellen Prozessstand zu informieren, diesen zu begleiten und Anregungen für die weitere Arbeit zu geben.
Weitere Informationen zu der Zusammensetzung des Beirats findet ihr hier.
Finanzrahmen
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Im Herbst 2023: Beschluss der Mitgliederversammlung des Bundesamt St. Georg e.V. über den finanziellen Rahmen für den Aufarbeitungsprozess
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Zum Zeitpunkt des Beschlusses: Kaum zugesagte Drittmittel; externe Fördermittel wurden daher nur in geringem Umfang eingeplant
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Verbandsleitung und Mitgliederversammlung stellten sicher, dass der Aufarbeitungsprozess unabhängig von externer Finanzierung durchgeführt werden kann
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Die bereitgestellten Mittel decken ausschließlich die Prozesskosten, nicht jedoch individuelle Leistungen wie Entschädigungs- oder Anerkennungszahlungen
Der Bundesverband: Anlaufstelle für eure Fragen
Von Institutionen wird erwartet, dass sie sexualisierte Gewalt in ihrer Vergangenheit aufarbeiten. Ihnen wird eine Pflicht zugewiesen, durch Aufarbeitung Verantwortung für die Vergangenheit in ihrer Institution zu übernehmen. Diese Erwartung resultiert aus der Überzeugung, das vor allem betroffene Menschen ein Recht auf Aufarbeitung haben.
Die Ansprechpersonen im Bundesbüro sind Miriam Noske als Referentin für Kinder- und Jugendschutz und Sebastian Becker als Bundesvorsitzender. Sie beantworten alle Fragen, die rund um das Thema Aufarbeitung von Gewalt in der DPSG aufkommen und unterstützen bei einem konkreten Problem. Sie sind erreichbar über ihre persönlichen Mailadressen und über aufarbeitung
dpsg.de.
Miriam Noske
Weitere Informationen zu Aufarbeitungsprozessen
Presse und Öffentlichkeitsarbeit