Stufen überprüfen

Ziele

Unsere Gesellschaft befindet sich im steten Wandel. Änderungen wie die frühere Einschulung, G8 und die Abschaffung der Wehrpflicht haben Auswirkungen auf die Strukturen unserer Stufen. Auch Verbandsthemen bewirken Veränderungen. Etwa die Erkenntnis, dass die meisten Kinder und Jugendlichen beim Wechsel von der Jungpfadfinder- zur Pfadfinderstufe den Verband verlassen oder die Frage, ob wir nicht auch Kindern unter sieben Jahren Pfadfinden ermöglichen sollten.

Deswegen ist die Überprüfung der Zuschnitte der Altersstufen eins der zentralen Themen von Lilienpflege. Ziel ist, die Zuschnitte der Altersstufen angesichts sich verändernder Bedingungen des Aufwachsens in Deutschland zu überprüfen und gegebenenfalls entsprechend anzupassen.

Ein Grundgedanke der DPSG und Teil der pfadfinderischen Methode sind die aufbauenden attraktiven Programme der Altersstufen. Um unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden, endet daher die Überprüfung nicht mit einer Entscheidung über neue Stufenzuschnitte. Im Anschluss an diese Entscheidung müssen wir uns – unabhängig vom Ergebnis – der Frage stellen, inwieweit unsere Stufenpädagogiken tatsächlich aufeinander aufbauen.

Der Weg dorthin

Nach der Bundesversammlung haben sich im Juli alle Stufenarbeitskreise auf Bundesebene getroffen und gemeinsam einen Vorschlag erarbeitet, wie ein mögliches neues Stufenmodell aussehen kann. Wie versprochen, wurde dieser Vorschlag nicht nur auf Bundesebene diskutiert. Alle Leiterinnen und Leiter hatten vom 1. August bis zum 23. September die Möglichkeit, an einer Online-Umfrage zum Thema teilzunehmen und Rückmeldung zum vorgeschlagenen Modell abgeben.

Auf Basis der Ergebnisse haben alle vier Bundesstufenkonferenzen bereits Ende September zu den Zuschnitten, die ihre Altersstufen betreffen, beraten und Anträge an die Bundesversammlung 2016 formuliert. In einem nächsten Schritt wird die Bundesleitung auf ihrer Sitzung im November ebenfalls beraten und entscheiden, ob und wie ein möglicher Antrag zu einem konkreten Stufenmodell für die Bundesversammlung 2016 aussehen kann.

Darüber hinaus wird es für die Bundesstufenarbeitskreise weiter darum gehen, ihre Stufenpädagogiken abzugleichen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln und neue Stufenordnungstexte zu schreiben.

Das aktuell vorgeschlagene Stufenmodell und die Ergebnisse der Umfrage findet ihr hier:

Ansprechpartner und verantwortliche Gremien

Verantwortlich für den Prozess ist die Bundesleitung. Diese hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen vier Stufen sowie dem Bundesvorstand. Auftrag der AG ist, den Prozess zu koordinieren und Vorschläge auszuarbeiten. Die Vorschläge werden in der Bundesleitung und in weiteren erforderlichen Gremien wie beispielsweise den Bundesstufenkonferenzen beraten. Die Entscheidung über neue Stufenzuschnitte trifft am Ende die Bundesversammlung.