Presseinformationen: Aufarbeitungsstudie der DPSG
Seit Ende 2023 hat ein Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen das Vorkommen, die Hintergründe sexualisierter (und spiritueller) Gewalt sowie den (strukturellen) Umgang damit in der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG) untersucht. Grundlage dafür sind u.a. Interviews mit Betroffenen und Expert*innen aus dem Verband, quantitative Befragungen sowie Akten- und Dokumentenanalysen. Durch die Studie erhoffen wir uns in unserem Aufarbeitungsprozess ein systemisches Verständnis dafür, wie es in unserem Verband zu sexualisierter und spiritueller Gewalt kommen konnte und kann. Wir möchten Verantwortung dafür übernehmen, was Betroffene innerhalb des Verbandes erleiden mussten.
Aus diesem Grund laden wir zur Pressekonferenz ein:
Am 05. Februar 2026 um 11:00 Uhr in Köln
Eine Teilnahme vor Ort und online ist nur mit einer Anmeldung bis zum 04. Februar 2026 um 14 Uhr möglich. Den Anmeldelink entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung oder wenden sich an presse
dpsg.de
Bei einer Online-Teilnahme können Fragen in einem privaten Chat an eine Moderatorin geschickt werden. Es kann nicht garantiert werden, dass alle Presseanfragen während der Pressekonferenz berücksichtigt werden. Jedoch werden im Anschluss alle Presseanfragen bearbeitet. Einzelinterviews im Anschluss an die Pressekonferenz sind nur in Präsenz möglich.
Die Studie wird im Anschluss an die Pressekonferenz hier zu finden sein.
Was soll vorgestellt werden?
In der Pressekonferenz werden Strukturen und Kulturen der DPSG vorgestellt, die sexualisierte und spirituelle Gewalt zwischen 1929 und 2022 begünstigt haben. Dafür wurden Traditionen und Rituale im pfadfinderischen Alltag untersucht. Die Studie zeigt auf, wo und wie Kinder und Jugendliche im Verband nicht geschützt wurden. Es wird dabei keine Fallstatistiken geben.
Das Forschungsteam
Das Forschungsteam unter Leitung von Prof. in Dr.in Sabine Maschke (Philipps-Universität Marburg) und Prof. Dr. Ludwig-Stecher (Justus-Liebig-Universität Gießen) wird die Ergebnisse des Forschungsprojekts vorstellen. Die Leitung des Projektes betont die Wichtigkeit einer umfassenden Analyse der sexualisierte (und spirituelle) Gewalt begünstigenden Strukturen und Kulturen in der DPSG.