Zustimmungsskala
Wann sinnvoll? Vorschläge bewerten (bspw. nach Wichtigkeit oder Attraktivität), Gesamtüberblick von allen Teilnehmer*innen bekommen, einfache, wenig komplexe Themen, zum Feedback nach einer Aktion (dann ohne Abstimmung), zum Kennenlernen, zur Vorauswahl von Projektideen für die Gruppenstunde
Für wen? alle
Gruppengröße? Großgruppe
Dauer? 10-20 min
Vorbereitung+ Material? Aussagen überlegen, festlegen welche Ausprägung welche Skalaseite abbildet
Leichte Beschreibung?
Zuerst wird eine Skala von 0 bis 10 festgelegt, um den Grad der Zustimmung oder eine Bewertung zu einem Vorschlag abzufragen.
Es wird eine Frage gestellt. Bei Bedarf kann mit einigen einfachen Aussagen gestartet werde (z.B. Ich esse gerne Schokoeis).
Alle Beteiligten bewerten auf einer Skala von 0 bis 10, z.B. in dem sie sich an der Stelle selbst positionieren.
Anschließend dürfen Personen ihre Position begründen. Spannend ist dies oft vor allem bei den Personen mit besonders hohen oder niedrigen Bewertungen. Dies kann so stehen bleiben oder:
Es folgt eine zweite Abstimmung. Liegen hier alle Bewertungen oberhalb einer vorher festgelegten Punktzahl, gilt der Vorschlag als angenommen.
Hinweis? Bietet eine differenzierte Bewertung der Zustimmung, kann dadurch aber auch unübersichtlich werden, wenn nicht alle die Skala gleich interpretieren (verzogenes Ergebnis)
Beispiel? auf einer Stammesversammlung, um Rückmeldungen zur Planung zu einer kommenden Aktion, z.B. Stammessommerlager, zu bekommen
Variante? Die Bewertung kann auch verdeckt mit Karten oder einem Online-Tool stattfinden. Das macht vor allem dann Sinn, wenn es um emotionale Themen geht oder wir von einer hohen Beeinflussung durch andere ausgehen bei der Positionierung der Menschen im Raum.
Bei jüngeren Kindern und komplexen Themen, sollte vorher eine Phase der Meinungsbildung mitgedacht werden, damit sie sich tatsächlich zu ihrer Meinung positionieren. Möglich wäre, dass man eine These nennt, anschließend ein kurzer Austausch in KG über Vor- und Nachteile stattfindet und anschließend jede*r sich einzeln positioniert.
Bei älteren Teilnehmenden können sich alle nacheinander mit einer eigenen Aussage in der Mitte positionieren. Die anderen TN gehen bei Zustimmung nah an diese Person heran, die anderen bleiben fern. Wichtig ist es, eine eindeutige kurze Aussage zu formulieren. (Dann bildet sich ein Kreis, keine längliche Skala.)
Für den zweiten Abstimmungsblock wäre auch eine bestimmte Durchschnittsbewertung denkbar oder z.B. mindestens die Hälfte der Stimmen über 7. Entscheidend ist, hier braucht es Klarheit, damit alle wissen, was mit ihrer Stimme passiert.
Außerdem könnte zwischen dem ersten und zweiten Block eine weitere Meinungsbildungs- oder Diskussionsmethode eingeschoben sein.