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Zwei Hände die sich festhalten

Unterstützung der polnischen Pfadfinder*innen

Das Projekt wird gefördert von

Logo DPJW
Logo Die Sternsinger, Kindermissionswerk
Logo der Kurt & Maria Dohle-Stiftung

Ihr habt noch Fragen zum Projekt und zum Ablauf? Hier findet ihr die Antworten, auf häufig gestellte Fragen zum Einsatz in Polen.

Was sind die Teilnahmevoraussetzungen?

  • Mindestens 18 Jahre (bei Abreise nach Berlin) 

  • Nachweis eines aktuellen erweiterten Führungszeugnisses und einer offiziellen Präventionsschulung, die nicht älter als 5 Jahre ist 

  • Teilnahme an einer vorbereitenden Schulung (Online) und einer Nachbereitung 

  • Kommunikationsfähigkeit in Englisch 

  • Vollständige Impfung gegen Covid-19 

  • Bereitschaft zur Installation und Nutzung von Whatsapp für die Dauer des Dienstes  

  • psychische oder physische Gesundheit *

* Bei dem Freiwilligeneinsatz in Polen geht es darum, anderen Menschen zu helfen und vor Ort möglichst nicht selbst Hilfe zu benötigen. Wenn deine physische oder psychische Gesundheit daher (stark) beeinträchtigt ist, bitte wir dich, dich nicht anzumelden. Im Zweifelsfall melde dich vorab gerne bei uns (helfen@dpsg.de). 

Ich habe keine (aktuelle) Präventionsschulung. Kann ich trotzdem teilnehmen?

Für die Teilnahme an einer DPSG-Veranstaltung benötigen alle Teilnehmenden zwingend eine aktuelle Präventionsschulung (nicht älter als 5 Jahre). Solltet ihr keine nachweisen können, könnt ihr für das Projekt an einer Onlineschulung von WOSM, der Weltpfadfinderorganisation, zu "Safe from Harm" teilnehmen, die wir für diesen Zweck auch stattdessen akzeptieren. Den Link zur Schulung schicken wir dir bei Bedarf zu (helfen@dpsg.de). 

Hinweis: Die Schulung ist kein Ersatz für die regulären DPSG-Präventionsschulungen und können nicht für andere Veranstaltung als Äquivalent verwendet werden. 

Ich habe kein erweitertes Führungszeugnis. Kann ich trotzdem teilnehmen?

Für die Teilnahme an einer DPSG-Veranstaltung benötigen wir zwingend ein erweitertes Führungszeugnis. Wenn du noch keins bei uns eingereicht hast, musst du eins beantragen. Das ist je nach Meldebehörde in wenigen Tagen möglich und kann sogar online direkt beim Bundesamt für Justiz beantragt werden ("Verwendung im Inland" auswählen), so dass du trotzdem teilnehmen kannst. Für Fragen zur Antragstellung wende dich an den Mitgliederservice (mitgliederservice@dpsg.de oder 02131 46 99 60).

Wie läuft der Einsatz ab?

Ein Einsatz ist jeweils von Samstag bis Samstag. Am Samstag reist jede*r individuell vorzugsweise mit dem Zug nach Berlin (bis 18 Uhr) und trifft dort auf alle Teilnehmenden der Einsatzwoche. Ihr übernachtet gemeinsam in einer Jugendherberge und könnt euch schonmal kennenlernen. Am Sonntag reist ihr dann mit dem Zug weiter nach Polen ins Einsatzgebiet.

Vor Ort werdet ihr von den polnischen Pfadfinder*innen untergebracht (Schlafsaal mit Feldbetten, Decke und Kopfkissen). Am Montag startet dann euer Einsatz und geht bis Freitag.  

Am Samstag reist ihr gemeinsam als Gruppe wieder zurück nach Berlin und von dort aus dann wieder individuell nach Hause. 

Um dich emotional und praktisch auf den Einsatz vorzubereiten, findet vor der Anreise eine verpflichtende Onlineschulung für alle Teilnehmenden einer Einsatzwoche statt. Die Schulung wird an einem Abend in der Woche vor deiner Abreise (Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag) online stattfinden und dauert ca. 2,5 Stunden. Nach deiner Rückkehr erhältst du außerdem eine digitale Nachbereitung, um deinen Einsatz zu reflektieren. 

Die nächsten Vorbereitungsschulungen sind an folgenden Terminen: 8., 14., 23. Juni, jeweils ab 19 Uhr (ca. 2,5 Stunden). 

Wo werde ich voraussichtlich eingesetzt und was gibt es für Tätigkeiten?

Aktuell planen wir Einsätze in Krakau und direkt an der Grenze in Przemyśl. In Krakau betriebt der polnische Pfadfinder*innenverband z.B. mehrere Unterkünfte für Geflüchtete, Informationspunkte und Essensausgaben. Die konkreten Einsatzorte und Tätigkeiten können sich sehr flexibel ändern, da die Lage vor Ort immer noch sehr dynamisch ist. Wichtig ist uns in der aktuellen Situation bestmöglich zu Helfen, was eine gewisse Flexibilität unsererseits erfordert. 

Kann ich auch kürzer/länger als eine Woche helfen?

Die von Montag bis Freitag vor Ort geplanten Einsätze treffen sehr genau den Bedarf unserer Partner*innen vom ZHP, dem polnischen Pfadfinder*innenverband. Kürzere Einsätze sind allein schon wegen der weiten Anreise wenig sinnvoll. Aktuell haben wir uns bewusst gegen längere Einsätze entschieden – auch wegen der hohen emotionalen Belastung vor Ort. Die Standardisierung der Einsätze hilft uns, dass weiterhin alle Energie den Geflüchteten zu Gute kommt und möglichst wenig in die Koordination der freiwilligen Helfer fließen muss.

Ich würde gerne teilnehmen, habe aber in der Woche vorher keine Zeit. Kann ich auch ohne Schulung teilnehmen?

Die Teilnahme an einer Schulung ist zwingende Voraussetzung, da wir euch nur so sinnvoll auf den Einsatz vorbereiten können. Allerdings finden die Schulungen jede Woche statt. Wenn Ihr euch also rechtzeitig anmeldet, dann könnt ihr auch gerne bereits in der Vorwoche an der Schulung teilnehmen.

Die nächsten Vorbereitungsschulungen sind an folgenden Terminen: 19., 24. Mai und 1., 8. Juni, jeweils ab 19 Uhr (ca. 2,5 Stunden). Im Juni folgen noch weitere Termine.

Ich würde gerne direkt anreisen und auf die Übernachtung in Berlin verzichten. Geht das?

Gerade bei der Anreise per Bahn ist eine Anreise über Berlin die einzig wirklich sinnvolle Alternative. Zudem ist es sinnvoll, dass Ihr nicht total übermüdet an den Einsatzorten ankommt. Gleiches und noch zusätzlich das Argument der Sicherheit bei der sonst sehr langen Fahrt gilt bei der Fahrt mit dem Auto.

Können wir als Gruppe auch mit dem Auto anreisen?

Grundsätzlich ja. Allerdings raten wir ausdrücklich zu einer Anreise per Bahn aus Sicherheitsgründen: Zum einen ist die Anreise sehr weit – Nach Krakau sind es oft schon mehr als 1000km, an die Grenze nochmal mehrere hundert Kilometer weiter. Auch werden die Einsätze eher anstrengend sein, was ein weiteres Sicherheitsrisiko auf der Rückfahrt bedeutet. Aus diesem Grund ermöglichen wir Anreisen per Auto auch nur dann, wenn mindestens 3 Personen gemeinsam fahren, die alle einen gültigen Führerschein haben. 

Wir würden gerne als Gruppe teilnehmen – aber ein/ mehrere Mitglieder sind unter 18. Geht das?

Nicht zuletzt da wir die emotionale Belastung während der Einsätze als hoch einschätzen, können aktuell nur Personen über 18 Jahren teilnehmen.

Warum wird die Corona Impfung abgefragt – sollte das nicht eine persönliche Entscheidung sein?

Zum einen fragen wir die Corona-Impfung ab, um bei sich möglicherweise verändernden Einreiseregeln nach Polen schnell reagieren zu können. Aktuell benötigt Ihr z.B. eine vollständige Impfung oder einen aktuellen Test. Zudem sehen wir, dass die Ansteckungsgefahr während der Einsätze erhöht sein kann. Dies liegt zum einen an der geringeren Impfquote in der Ukraine aber zum anderen auch daran, dass während des Einsatzes Abstandsregeln nicht immer eingehalten können werden.

Wie bin ich während des Einsatzes versichert?

Alle Teilnehmenden sind automatisch Haftpflicht- und Unfallversichert. Zusätzlich schließen wir für Euch eine Auslandsreisekrankenversicherung ab. Bitte beachtet jedoch, dass für normale Arztbehandlungen in Polen vor allem Eure normale Krankenversicherung greift. Die Auslandsreisekrankenversicherung deckt Mehrkosten – wie etwa im Falle eines Rücktransportes ab.  
Solltet Ihr mit dem Auto anreisen, so schließen wir für Euch eine Kurzzeitdienst KFZ Versicherung ab. Bitte beachtet aber hier, dass die Versicherung lediglich den Zeitwert Eures Autos versichert, nicht den Wiederbeschaffungswert.

Wir würden gerne mit dem Auto anreisen und dabei auch Hilfsgüter mitnehmen. Ist das möglich/ sinnvoll? 

Aktuell ist unser Eindruck, der auch von unseren Partner*innen des ZHP und anderen Hilfsorganisationen bestätigt wird, dass es in Polen eigentlich alle Materialen zu kaufen gibt – oftmals günstiger als hier in Deutschland. Die Herausforderung ist zudem eher, die Materialien in die Ukraine und dort zu den vom Krieg betroffenen Regionen zu kriegen. Daher und aus den oben beschriebenen Sicherheitsbedenken raten wir aktuell davon ab mit dem Auto anzureisen – auch wenn ihr Hilfsgüter mitbringen könnt*. 

* diese Aussage betrifft die aktuelle Konstellation unserer Einsätze. Ob es in anderen Konstellationen sinnvoll sein kann, Hilfsgüter an die Grenze zu bringen können und wollen wir nicht beurteilen.

Eure Frage ist nicht dabei?

Dann meldet euch bei uns: helfen@dpsg.de