Füreinander - Glauben in der Tat

Kategorien Impulse

„In der Tat wird Glaube lebendig. Dabei gehören die Deutung der frohen Botschaft, Gebet und Eucharistie, Zeugnis geben und Gemeinschaft leben, soziales und politisches Handeln sowie deren Reflexion zusammen.“

 

Was meinst das? 

"Religion scheint eine sehr einfach Sache zu sein:

  1. Liebe und diene Gott. 
  2. Liebe Deinen Nächsten und diene ihm." 

"Etwas Gutes sollst Du an jedem Tag Deines Lebens tun."

(Lord Baden Powell)

 

Das Doppelgebot der Liebe: Liebe Gott und liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst - ist der Kern der Botschaft Jesu. Deshalb vollzieht sich auch der Glaube in beide Richtungen.

Der Glaube will "geglaubt" sein: er braucht den Blick auf Gott, die Beziehung zu ihm, Gebet und Gottesdienst. Aber er will auch "gelebt" sein. Menschen, die glauben, wollen den Glauben weitergeben, wollen aus ihm heraus ihr Leben gestalten und sind deshalb auch für den "Nächsten" da. Schon im alten Testament rufen die Propheten das Volk Isräl dazu auf, wenn etwa der Prophet Amos ausruft: "Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen. … Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören, sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach." (Am 5,21-24) Und auch Jesus ruft immer wieder dazu auf, dem Glauben Taten folgen zu lassen und einzutreten für Recht und Gerechtigkeit.

Dabei geht es nicht um Selbstaufgabe - Jesus sagt sehr deutlich: "wie Dich selbst ..." Nur der Mensch, der sich selber annehmen kann, der sich selber auch Gutes gönnt, kann auf Dauer für andere da sein.

Wenn der Glaube in der Tat lebendig wird, entwickelt sich eine ganze Bandbreite. In unserer Ordnung haben wir als DPSG beschrieben, was für uns dazu gehört. Das Hören und Deuten der biblischen Botschaft, Gottesdienst und Gebet, die Verkündigung und der Einsatz im Sozialen und Politischen stehen dabei gleich wichtig nebeneinander. In dieser Bandbreite verwirklich sich Kirche.

In der katholischen Soziallehre hat die Kirche wichtige Prinzipien beschrieben, die zu diesem "Glauben in der Tat" gehören. Sie seien hier nur in Stichworten beschrieben:

  • Gemeinwohl - die Orientierung an dem, was der ganzen Gemeinschaft gut tut;
  • Solidarität - Zusammengehörigkeitsgefühl und gegenseitige Unterstützung und Hilfe; 
  • Subsidiarität - Selbstverantwortung und Nutzen der Möglichkeiten vor Ort, die - wenn nötig - Unterstützung der nächst höheren Ebene erfahren; 
  • Nachhaltigkeit - Handeln auch im Blick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die Verantwortung für kommende Generationen; 
  • Option für die Armen - die besondere Herausforderung für die Menschen am Rande der Gesellschaft.

In der DPSG setzen wir dies auf vielfältige Art und Weise um. In den Handlungsfelder und der Jahresaktion, in den Gruppenstunden und Sommerlagern. Die Herausforderung besteht stets darin, nicht selbstzufrieden dabei stehen zu bleiben, sondern immer neu aktiv zu werden.

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