Gott

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"Vor Gott bleibt nichts anderes als […] sich selbst an den Zweifel schmiegen, an die inneren Erfahrungen der Dunkelheit, des nicht Weiterwissens."  

So sprach ein Mann, der es eigentlich wissen muss. Er ist Experte für das Thema Gott. Als höchster Mann in der Katholischen Kirche. Als Papst Franziskus wirbt er dafür, sich von Gott überraschen zu lassen. Wir verstehen das als Aufforderung uns auszuprobieren. Es wird ein Versuch. Das klingt kleiner, als es ist. Wir versuchen zu verstehen, wer oder was Gott ist.  

Verschiedene Zeiten 

Dabei gibt es Zeiten, in denen wir sehr einfach und schnell Antworten finden. Gestern war ich mir sicher: Gott ist der liebe Gott, der mir hilft, der bei mir ist und der mir Zuversicht schenkt. Aber heute? Heute weiß ich, dass es keinen Gott geben kann. Es darf ihn nicht geben. Oder wieso die Not meiner besten Freundin, das Leid aus den Nachrichten? Morgen oder übermorgen. Das wissen wir jetzt natürlich noch nicht. Was wird schon morgen sein? Manche Tage bergen Überraschungen in sich. Wir können nur hoffen, dass es ein guter Tag wird.  

Glaube oder Wissen 

Wir hoffen auf das Gute. Ein bisschen ist es wie mit Gott. Wir wissen nichts über Gott, wenn wir Wissen als Beweisen verstehen. Oder Wissen als sichere Prognose. Wir hoffen auf Gott. Wir hoffen, dass er der liebe Gott ist. Es ist eine Hoffnung, die wir Glauben nennen. An manchen Tagen fällt das Glauben leichter, an manchen schwieriger bis unmöglich.  

An das Gute, an Gott glauben 

An was sollen wir glauben? Wir brauchen dafür eine Ahnung. Ohne eine Idee vom Glauben kein Glaube. Ich kann nur auf einen guten Tag hoffen, wenn ich mir vorstellen kann, was für mich ein guter Tag wäre. Wüsste ich es nicht, worauf sollte ich hoffen? Kann ich mir unter Gott nichts vorstellen, wieso sollte ich an ihn glauben, wieso sollte ich auf ihn hoffen? Er ist ein Begriff, nichts mehr. Kann ich den Begriff aber mit Inhalt füllen, fülle ich ihn mit Leben. Er bekommt Bedeutung für meinen Alltag.

 „Jesus? Schon einmal gehört.“ 

Als Christinnen und Christen füllen wir den Begriff mit Jesus von Nazaret. Einem Menschen, der vor über 2000 Jahren lebte, an dem wir uns aber heute noch arbeiten. Seine Ideale forderten die Menschen damals heraus und tun dies noch heute. Jesus ging zu denen, die in der Gesellschaft keine Lobby hatten. Zu Bettlern, Obdach- und Arbeitslosen, zu Prostituierten, zu Hedgefondsmanagern.   Unser Glaube zeigt sich in der Tat. Wir nehmen Jesus als Vorbild, ahmen ihn nach und hoffen darauf, dass es am Ende Gut wird. Denn „das Beste, was den Menschen zu hoffen bleibt, ist die Abwesenheit von Leid.“ (Aus: Fanta Vier, Frieden Wie Denn)

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