Heilige Vorbilder

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„Die DPSG benennt sich nach dem Heiligen Georg, weil sie in seiner Menschenfreundlichkeit, seinem Glauben, seiner Aufrichtigkeit und in seinem mutigen Einsatz ein besonderes Beispiel sieht.“ Ordnung der DPSG 

Mehr als 6500 Heilige kennt die katholische Kirche. Heilige sind Menschen, denen eine besondere Nähe zu Gott und ein besonderes Leben aus dem Glauben heraus zugeschrieben werden. Sie haben ihr Leben auf eine besondere Weise „vorbildhaft“ gelebt. Die meisten Heiligen haben für ihre Überzeugung gelitten oder sind gestorben. Heilige werden als Fürsprecherinnen und Fürsprecher für besondere Anliegen angerufen oder etwas wird unter ihren besonderen Schutz gestellt.   

Ein Heiliger für die DPSG

So wie der heilige Georg: Ihn kennt fast jede Pfadfinderin und jeder Pfadfinder. Er ist der Schutzpatron der Pfadfinderbewegung.  Er steht als Heiliger für Tapferkeit, Mut und Nächstenliebe. Der Legende nach hat er den Drachen bezwungen und Menschenopfer verhindert. Dabei hat der heilige Georg auf Gott vertraut und war überzeugt, dass mit Gottes Hilfe das Böse bezwungen werden kann. Das passt gut zu uns als Pfadfinderinnen und Pfadfinder.  

Schutzpatron für die Wölflingsstufe 

Ein weiterer wichtiger Heiliger für uns ist der Heilige Franziskus (Franz von Assisi), der sein Leben Christus widmete und in Armut lebte. Er setzte sich für den Frieden und die Liebe zu allen Menschen und Tieren ein. Für ihn waren alle Geschöpfe auf dieser Erde Bruder und Schwester. Er ist der Schutzpatron der Wölflinge, aber auch des Umweltschutzes und der Ökologie.  

Die Namen der Heiligen 

Viele Kinder werden auch heute noch auf den Namen von Heiligen getauft und damit unter ihren Schutz gestellt. Jedem und jeder Heiligen ist dabei ein besonderer Tag gewidmet, an dem ihnen gedacht wird. Der Tag des heiligen Georg ist am 23. April – der Georgstag. Dieser wird in vielen unserer Stämme und Diözesen mit Gottesdiensten oder besonderen Aktionen gedacht. Der Tag des heiligen Franziskus ist am 4. Oktober.

Tugenden im Vordergrund 

Zugegebenermaßen sind diese Geschichten manchmal fern von unserer Lebenswelt. Die Legenden überliefern auch nie, wie diese Heiligen sonst noch waren. Franziskus soll ein fröhlicher Mensch gewesen sein. Aber hatte er auch mal einen schlechten Tag? War der heilige Georg immer mutig und tapfer oder gab es auch etwas, vor dem er Angst hatte? Wir wissen es nicht. Und es kommt eigentlich auch nicht darauf an. Natürlich waren auch Heilige nur Menschen. Sie sind in den Darstellungen heute aber auf ihre Tugendhaftigkeit reduziert. Denn Heilige sollen Vorbilder sein, an denen wir uns orientieren können, die uns etwas für unser Leben zu sagen haben. Die Reduktion auf einzelne Aspekte ihres Lebens macht dies deutlicher.  

Heilige sind Vorbilder 

Die Geschichten und Botschaften von Heiligen machen mir in schwierigen Situationen oft Mut. Sie können vor allem bei der Entscheidung helfen, wie ich sein will, denn sie geben Tugenden und Eigenschaften, die ich mir zum Vorbild nehme, ein Gesicht und einen Namen. In einer Situation ein bisschen mehr wie Georg zu handeln und nicht wegsehen, wenn in der S-Bahn jemand bedrängt wird. Wie der heilige Franziskus alle Geschöpfe dieser Erde als Schöpfung Gottes ansehen und hinterfragen, wie das Tier gestorben ist, dass ich essen will. Wenn wir sie auf unser Leben übertragen, sind die Botschaften der Heiligen plötzlich topaktuell.  

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