Das Feuer entfachen

Feuer kann sehr nützlich sein, sei es zum Kochen oder Wärmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man zu seinem ersten Funken kommt. Wir stellen euch einige Techniken vor.

Für jedes Feuer braucht ihr:

  • eine geeignete Feuerstelle,
  • Zunder (aus Funken werden Glut),
  • Anbrennstoff (von der Glut zu Flammen),
  • trockenes Holz, um die Flammen zu füttern.

Überallzünder und Sturmstreichhölzer

Sturmstreichhölzer
Zeichnung: Alexandra Völker

Für die Anfängerinnen, Anfänger und Faultiere unter uns geht es am einfachsten mit Streichhölzern und anderen Hilfsmitteln. Um Enttäuschungen wegen Nässe oder zu starkem Wind vorzubeugen, gibt es Sturmstreichhölzer oder Überallanzünder im Outdoorladen. Überallzünder zünden nicht nur an der Fläche der Schachtel, sondern sind eben überall entzündbar.


Magnesiumspäne und Feuerstein

Feuerstein
Zeichnung: Alexandra Völker

Etwas erleichtern kann man es sich auch mit dem Magnesiumstarter, der wie ein Feuerstein funktioniert. Um Funken zu schlagen, etwas Magnesiumspäne auf euren Zunder abschaben und dann mit der anderen Seite auf ein Stück Stahl schlagen, z. B. Schlüssel, Messer. Dadurch rieseln Funken auf die Magnesiumspäne, die dann den Zunder anglimmen. Ein Feuerstein funktioniert ohne die Späne, man muss ihn aber auch auf ein Stück Stahl schlagen, um Funken zu erhalten.


Der Feuerbohrer

Feuerbohrer
Zeichnung: Alexandra Völker

Wer im Wald unterwegs ist, findet leicht alles für den Feuerbohrer: einen Stab aus Hartholz, zum Beispiel aus Buche, Eiche oder Esche. Ein Brett aus Weichholz, zum Beispiel Weide und fast alle Nadelhölzer. Beides sollte etwa daumendick sein, und natürlich trocken. Der Stab ist am besten nackt, also ohne Rinde und wird an einem Ende spitz geschnitzt. Das Brett erhält eine Vertiefung mit einer angrenzenden Kerbe, aus der dann das glühende Holzmehl auf den Zunder, zum Beispiel Stroh, rinnen kann. Um das zu bekommen, setzt man den Stab mit der Spitze ins Loch und dreht ihn mit beiden Händen. Erst langsam, dann schneller, mit leichtem Druck.


Der indianische Feuerbohrer

indianischer Feuerbohrer
Zeichnung: Alexandra Völker

Diese Variante macht die Nutzung vom Feuerbohrer noch einfacher. Dazu baut ihr aus einem Ast und einer Schnur einen Bogen. Wickelt die Schnur des Bogens dann einmal um einen Stab aus Hartholz. Nun bereitet ihr wie beim Feuerbohrer ein Brett aus Weichholz vor. Mit einem harten Gegenstand, einem Holz oder Stein, drückt ihr den Stab in die Vertiefung des Brettes und bewegt den Stab mit Hilfe der Schnur schnell hin und her.

Ein Artikel von Johanna Schepp aus der mittendrin 4/2013

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