Pfadfinderinnen und Pfadfinder gratulieren zu 25 Jahren UN-Kinderrechte

20.11.2014: 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland gratulieren: Die Kinderrechte feiern Geburtstag! Vor 25 Jahren, am 20. November 1989, nahm die Generalsversammlung der Vereinten Nationen das „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ – kurz UN-Kinderrechtskonvention – an.

Foto: Holger Ackermann/dpsg

Zum ersten Mal wurden die Rechte von Kindern in einem zentralen Dokument zusammengefasst. Die Staaten, die die Konvention unterzeichnet haben, verpflichten sich, sich aktiv für das Wohl des Kindes einzusetzen. Deutschland hat die Konvention 1992 unterzeichnet. Die 54 Artikel der UN-Kinderrechtskonvention haben das Ziel, junge Menschen bis 18 Jahre als Individuen mit eigenen Rechten anzuerkennen. Das ist selbstverständlich? Leider nein. Bis in die Neuzeit galten Kinder als Besitz ihrer Eltern.

Für Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind die Rechte von Kindern Thema und Inhalt ihrer Arbeit.  Sie setzen sich seit vielen Jahren dafür ein – und vor allem: Sie setzen sie um. „In unseren Gruppen werden Kinder gehört, sie dürfen mitreden und mitbestimmen. Und wir setzen sogar eines der wichtigsten Kinderrechte um: Das Recht des Kindes, über seine Rechte informiert zu werden. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern“, erklärt Jan Behrendt, Mitglied der jugendpolitischen Kommission der Pfadfinderinnen und Pfadfinderverbände. 

Aber gerade an dieser Stelle bleibt auch 25 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention und 22 Jahre nach der Ratifizierung durch die Bundesrepublik Deutschland noch einiges zu tun. Für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder wäre der wichtigste Schritt die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. 

In seinen jüngsten „Abschließenden Beobachtungen“ hat der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes erneut ein funktionsfähiges Beschwerdemanagement gefordert, zu dem Kinder und Jugendliche einen unmittelbaren Zugang haben. Als Mitglied der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention setzen sich die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände dafür ein, dass eine Struktur geschaffen wird, die es allen Kindern ermöglicht und garantiert, ihre Rechte wahrzunehmen.  

Die vier deutschen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) haben sich in den Ringen deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände (rdp e.V.) zusammengeschlossen. Sie sind Mitglied der Weltorganisationen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Mehr zu den Ringen deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände finden Sie unter www.pfadfinden-in-deutschland.de.

Zurück
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung