„Nur Mut, Papst Franziskus!“

13.03.2014: Sein erstes Amtsjahr hat Papst Franziskus genutzt, um im Vatikan und in der katholischen Kirche mächtig Staub aufzuwirbeln. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg wünscht dem Papst weiter Mut zur Veränderung.

DPSG-Bundesvorsitzende Kerstin Fuchs
Foto: Sebastian Sehr | DPSG

„Viele Worte von Papst Franziskus ließen uns die Ohren spitzen“, so Kerstin Fuchs, Bundesvorsitzende der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Der gezeigte Reformwille mache Mut, dass sich die katholische Kirche wieder stärker auf die Menschen konzentriere. Aus dieser spürbaren Aufbruchsstimmung heraus erwarte der größte katholische Jugendverband nun auch Taten – in Rom, in den Diözesen und in den Gemeinden.

Gesellschaftliche Realität junger Menschen aufgreifen

„Insbesondere, was das Leben der jungen Generation angeht, sehen wir noch eine breite Kluft zwischen gesellschaftlich gelebter Realität und katholischer Lehrmeinung. Der Umgang mit der eigenen Sexualität, mit Verhütung und die Akzeptanz homosexueller Beziehungen stellen zum Beispiel für Jugendliche und junge Erwachsene eine Selbstverständlichkeit dar. Durch die ablehnende Haltung der katholischen Kirche zu diesen Themen prallen hier zwei Welten aufeinander“, so Fuchs. Die DPSG setzt daher große Hoffnungen in die Auswertung der Vatikan-Umfrage zu Ehe, Familie und Partnerschaft, an der sich unter anderem über den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mehr als 10.000 junge Menschen aus Deutschland beteiligt haben. „Nur, wenn sich Jugendliche in den Worten der Kirche zu diesen Fragen wiederfinden, kann es uns als katholischer Verband gelingen, auch andere christliche Werte wie Gerechtigkeit, Frieden und Einsatz für Natur und Umwelt zu vermitteln.“

Hinwendung zu sozial Benachteiligten

Gelebt werden müssen auch die Worte Papst Franziskus‘ aus dem evangelii gaudium. Die Hinwendung zu sozial Benachteiligten als Aufgabe der Kirche bewertet die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg als Ermutigung für ihren weiteren Weg. „Wir sehen die Hinwendung zu den sozial Benachteiligten aus unserer pfadfinderischen Geschichte heraus als unsere Aufgabe“, so Kerstin Fuchs. Die DPSG bietet daher sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine kostengünstigere Mitgliedschaft an. Fuchs dazu: „Wir möchten Hürden abbauen, die Kinder und Jugendliche daran hindern, Mitglied in der DPSG zu werden. Wir wünschen uns, dass Bischöfe und andere Institutionen ebenso konsequent weitere Schritte gehen, um hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen und Kirchentüren für alle zu öffnen.“

Mut zur Veränderung!

„Mit Papst Franziskus weht ein frischer Wind durch die Flure des Vatikans. Diese Bewegung darf nicht in Rom hängenbleiben. Die Verantwortlichen in den Ortskirchen und die Bischöfe müssen die Dynamik des Papstes aufgreifen. Worte müssen zu sichtbaren Veränderungen werden. Die katholische Kirche verträgt mutige Schritte auf ihrem Weg zu einer Kirche, die auf einer Akzeptanz in der Jugend basiert. Sie muss sich daher zentralen Fragen der Gesellschaft stellen und im Großen, wie im Kleinen aus den Worten des Papstes Taten folgen lassen. Papst Franziskus wünschen wir auch in Zukunft den Mut zu notwendigen Veränderungen.“, so Kerstin Fuchs.

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