65 Jahre deutsch-französische Pfadfinder-Freundschaft

13.03.2013: Frankreich und Deutschland feiern 2013 den 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder beider Länder sind schon seit 65 Jahren befreundet.

 

Freundschaft wichtig für Europa

„Die Freundschaft zu den französischen Pfadfinderinnen und Pfadfindern ist für uns etwas ganz Besonderes. Sie bietet Kindern und Jugendlichen die au-ßergewöhnliche Erfahrung, nicht kulturelle Unterschiede, sondern die vielen Gemeinsamkeiten unserer beiden Nationen zu erleben“, sagt Dominik Naab, Bundesvorsitzender der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). „Die deutsch-französische Partnerschaft ist eine der tragenden Säulen Eu-ropas und damit heute wichtiger denn je.“

Der Zaun muss weg

Die Entstehungsgeschichte zur Freundschaft zwischen den Scouts et Guides de France (SGDF) und der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist inzwischen legendär: Im Jahr 1947, beim Pfadfindertreffen des Friedens in Moisson, ermöglichten die französischen Pfadfinder den Georgspfadfin-dern die Teilnahme am ersten Weltpfadfindertreffen nach Kriegsende. Die deutschen Pfadfinder waren von der Weltgemeinschaft noch im wahrsten Sinne des Wortes isoliert und mussten außerhalb eines Zaunes zelten. Die französischen Pfadfinder ermutigten die deutschen Pfadfinder, das Jambo-ree-Gelände zu betreten. Der erste Schritt war getan. Es folgten Briefkon-takte, gemeinsame Veranstaltungen, pädagogischer Austausch und tausen-de deutsch-französischer Jugendbegegnungen, die bis heute anhalten.

Sprachen lernen ganz nebenbei

Nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages 1963 wurde das Deutsch-Französische Jugendwerk gegründet und hob die deutsch-französische Pfad-finder-Freundschaft auf eine neue Stufe. Die Zahl der Begegnungen schnell-te auf Rekordniveau: Im Jahr 1965 trafen sich rund 200 deutsche und fran-zösischen Pfadfindergruppen! Die wohl erfolgreichste Erweiterung kam 1976: die gemeinsamen deutsch-französischen Sprachkurse als Ski- und Segelfreizeit, wo die jeweils andere Sprache ganz spielerisch nebenbei ge-lernt wird. Die Begegnungen werden abwechselnd in beiden Ländern durch-geführt und heute noch jedes Jahr angeboten.

Austausch seit über 65 Jahren

Seit 1946 treffen sich die Vorstände der Scouts et Guides de France (SGDF) und der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) zweimal jährlich. An diesem Wochenende treffen sich die Vorstände in Berlin. Neben Diskus-sionen über Entwicklungen in beiden Ländern, Verbänden und der Weltpfad-finderbewegung bietet dieses Jahr einen hervorragenden Anlass, Bilanz der letzten 50 Jahre zu ziehen, sich an die Anfänge zu erinnern und die weitere Zusammenarbeit zu planen.

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG)

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) bietet rund 95.000 Kin-dern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mehr als ein Abenteuer. Der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland versteht sich als Erziehungsverband – die Mitglieder lernen, aufrichtig und engagiert ihr Leben und ihr Umfeld zu gestalten.
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Bildunterschrift: In Berlin trafen sich Vorstände deutscher und französischer Pfadfinderverbände aus Anlass von "50 Jahre Elysée-Vertrag". V.l.n.r.: Natalia Hoffmann, Andreas Bierod, Dominik Naab und Lars Kramm von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) sowie Christian Larcher, Jacques Gagey, Philippe Bacon und Elise Drouet von den Scouts et Guides de France (SGDF).

65 Jahre deutsch-französische Pfadfinder-Freundschaft

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