Frieden braucht dich!

21.12.2016: Wir trauern mit allen, die beim Anschlag in Berlin Freundinnen, Freunde oder Angehörige verloren haben. Die Reaktionen aus Politik und Gesellschaft stimmen uns jedoch nachdenklich. Der Bundesvorstand der DPSG hat deshalb eine Erklärung veröffentlicht:

Frieden braucht dich!

Erklärung des Bundesvorstandes der DPSG

Wir trauern mit allen, die beim Anschlag in Berlin Freundinnen, Freunde oder Angehörige verloren haben.

Noch vor einer Woche haben Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht aus Betlehem an vielen Orten in Kirchengemeinden und zu Politikerinnen und Politikern gebracht. Sie haben in Aussendungsfeiern und bei Gesprächen darauf aufmerksam gemacht, dass es in der Verantwortung von uns allen liegt, wenn Frieden in dieser Welt herrschen soll. Bereits der Gründer der Pfadfinderbewegung Lord Baden-Powell wollte, dass Pfadfinderinnen und Pfadfinder „Friedenspfadfinder“ sind. Wir setzen in unserer direkten Umgebung wie im weltweiten Einsatz Zeichen für den Frieden, indem wir Gemeinschaft und Freundschaft leben. Wir leben in der Hoffnung, dass das Gute im Menschen letztendlich trägt und dass alle Menschen als Schwestern und Brüder verbunden sind.
Dennoch haben wir in diesen Tagen schmerzhaft feststellen müssen, dass der Frieden ständig bedroht ist und in die Ferne rückt.

Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass es keinen Frieden geben kann, wenn wir uns von Angst und Hass leiten lassen. Hysterie, Rache und Wut helfen niemandem. Sie werden nur ausgenutzt von Populisten und Menschen, die Unruhe in unserem Land stiften wollen.  

Wir schließen uns den Worten unseres Bundespräsidenten Joachim Gauck an:  „Aber diese Taten erschüttern nicht unsere Überzeugungen. Wir stehen auf einem festen Grund und wir stehen zusammen – in Deutschland, in Europa und überall dort, wo Menschen in Freiheit leben und leben wollen.“  

Wir rufen deshalb alle Politikerinnen und Politiker, alle Menschen in diesem Land, in Europa und weltweit dazu auf, sich dem Hass entgegenzustellen und sich nicht von Angst und dem Ruf nach vermeintlich schnellen Lösungen leiten zu lassen.
Wir rufen dazu auf, auf Anschläge dieser Art nicht mit weniger, sondern mit mehr Dialog zu antworten. Und unsere Werte, unser Bekenntnis für den Frieden, für Gewaltlosigkeit und Solidarität nicht aufzugeben.  

Wir rufen alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder dazu auf, sich uns anzuschließen und nicht zu resignieren – sondern das Friedenslicht weiterzutragen und sich für Frieden, für Dialog, für Offenheit und Solidarität mit allen Menschen einzusetzen.  

Der Bundesvorstand

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