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DPSG bedauert zögerliches Verhalten der Synodenväter

21.10.2014: Der Zwischenbericht der vergangenen Woche löste Zuversicht aus. Nun ging die Familiensynode mit einiger Enttäuschung zu Ende. Es fand sich keine Mehrheit, die direkt den Aufbruch wagen wollte.

Petersdom
Foto: Michael Scholl l DPSG

In den vergangenen beiden Wochen versammelten sich über 180 Bischöfe aus aller Welt in Rom. Sie diskutierten über die Herausforderungen für Familien. Die Umfrage zu Ehe und Familie aus dem Vorjahr zeigte, dass die katholische Lehre in diesen Punkten von den Gläubigen nicht wahrgenommen wird. Es ist der erste von zwei Schritten. Der zweite wird im Herbst 2015 auf einer ordentlichen Synode stattfinden.

Homosexuelle Beziehungen und Geschiedene, die wieder heiraten, waren Streitpunkte der Bischöfe. Der Zwischenbericht hatte allerdings Hoffnungen geweckt, dass weitere Lebensformen als neuer Reichtum gesehen würden. Liebe und Treue seien nicht allein der Ehe vorbehalten.

Dazu bezieht der Abschlussbericht nun keine Stellung mehr. Drei Kapitel waren vorgesehen. Keines erhielt die nötige Mehrheit, um in den Abschlussbericht Einzug zu erhalten. Es bleibt vorerst beim alten Stand: die Ehe von Mann und Frau bildet die Norm, alle anderen Lebensformen sollen nicht ungerecht diskriminiert werden.

Und doch bleibt Hoffnung zurück. Papst Franziskus veröffentlichte ungewöhnlicher Weise die Zahlen der Abstimmung. Es zeigt: Auch wenn es keine notwendige Zweidrittelmehrheit gab, sprach sich nur eine Minderheit der Bischöfe gegen eine Weitung aus. Es ist bisher nur ein Zeichen. Es ist aber eines, das Franziskus bewusst gesetzt hat. Und eines, das ein Jahr Zeit hat, die restlichen Synodenväter zu überzeugen.

„Wir wünschen uns von Papst Franziskus, dass er sich weiter für eine Öffnung der Kirche hin zur Lebenswelt der Menschen einsetzt. Sein Reformwille möge nicht von konservativen Kräften gebremst werden“, so Kerstin Fuchs, Bundesvorsitzende der DPSG.

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