Ideensammlung zur Dankeskultur"

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Gefördert durch die Stiftung dpsg

Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder,
liebe Verantwortliche von Stammes-, Bezirks- und Diözesanebene,

im Rahmen derzurzeit laufenden Lilienpflege überprüfen wir uns als Verband in den verschiedensten Bereichen unserer täglichen Arbeit. Einer dieser Bereiche ist die Frage, wie wir es schaffen, uns als Verband und die ehrenamtliche Arbeit so attraktiv zu gestalten, dass Menschen sich gerne und langfristig engagieren.

Ein ganz zentraler Punkt dabei ist, die Arbeit, die unsere Ehrenamtlichen auf den verschiedenen Ebenen des Verbandes leisten, zu würdigen. Wir haben in vielen Teilen bereits eine sehr gute Anerkennungskultur, die sich in ganz vielen kleinen und großen Dingen zeigt. Im ersten Moment denken bei diesem Thema viele an ein kleines Geschenk oder das im größeren Rahmen ausgesprochene Dankeschön an einzelne Ehrenamtliche. Dies ist sicher eine schöne und wichtige Sache.

Uns geht es dabei jedoch nicht nur darum einer Person im kleinen Rahmen „Danke“ zu sagen, sondern auch, Dank und Wertschätzung zu verbreiten, indem wir gemeinsam schöne Aktionen machen und das Miteinander erleben. Es ist völlig in Ordnung, dass wir uns auch manchmal auf die Schulter klopfen und den Moment genießen.

Mit dieser Ideensammlung möchten wir euch ein paar spannende Ideen vorstellen, aber auch mit euch darüber ins Gespräch kommen und weitere tolle Aktionen sammeln, wie ihr euch, euren Mitleitenden oder euren Versammlungsteilnehmenden einfach mal „Danke“ sagen könnt.

Bei vielen dazu geführten Gesprächen ist deutlich geworden, dass das ehrenamtliche Engagement als Pfadfinderin und Pfadfinder gerne gemacht wird und der Lohn dafür von den Kindern und Jugendlichen kommt, die Spaß an Abenteuern und Gemeinschaft bei uns haben. Ein Dank wird meist nicht erwartet und das ist auch gut so, denn sonst verkäme unsere Arbeit zu einer Ware, die wir nur gegen Entlohnung machen.

Dennoch ist es schön, manchmal, unerwartet, im Kleinen oder ganz öffentlich ein „Danke“ zu spüren oder zu erhalten. Ehrlich danken kann man nicht genug. Ein von Herzen kommender Dank ist etwas Wunderbares und Besonderes, kostet nicht viel, aber bewirkt soooo viel.

Die folgenden Beispiele sollen anregen, darüber ins Gespräch zu kommen und einfach mal „Danke“ zu sagen und die Arbeit, die wir alle tun, zu würdigen.

Im Blog habt ihr in den folgenden Wochen die Möglichkeit eure Ideen einzubringen und von weiteren tollen Dankes-Aktionen zu berichten.


„Danke“ durch eine bewusste Versammlungskultur

Wenn man Gäste zu einer Feier einlädt denkt man sich meist etwas Besonderes aus, damit sie sich wohl fühlen. Dieser Gedanke kann auch für unsere Stammes-, Bezirks- und Diözesanversammlungen sowie der Bundesversammlung dazu anregen, wie wir den Rahmen gestalten. 

„Ich würde mich sehr freuen, wenn du kommst, wenn es dir hier gut geht, du dich wohl fühlst und am Ende sagst, dass es eine tolle Veranstaltung war!“

Dazu ist es z.B. möglich, die Einladung ganz persönlich zu gestalten, die Gäste mit einem eigenen Namensschild auf ihrem Platz zu begrüßen oder die Stämme/Bezirke mit einer besonderen Selbstdarstellung in ihrer Arbeit zu würdigen. Dies kann eine „Stammesmesse“ auf Bezirksebene sein, wo jeder Stamm die Möglichkeit bekommt von seinen besonderen Aktionen und Abenteuern zu berichten.

Schön wäre dann natürlich auch ein Dank an die Ausrichter der Versammlung, für ihre tolle Arbeit und die Mühe für das Wohlbefinden der Teilnehmenden.


„Danke“ durch kleine Geschenke

Eine tolle Idee die uns erreichte, war das Erstellen eines Stammesquartetts. Hierbei kann man spielerisch die Stämme des Bezirks/Diözesanverbandes kennenlernen und ihre Arbeit zugleich würdigen. Kategorien des Spiel können u.a. Anzahl der Leiterinnen und Leiter, Mitgliederzahl, weitestes Lager von zuhause oder das Durchschnittsalter sein. Der Kreativität und dem Spielspaß sind keine Grenzen gesetzt.

Ähnlich dazu kann man ein Sammelalbum entsprechend eines Panini-Albums erstellen, in dem sich die Stämme vorstellen können.

Aber auch einfach mal ein Weihnachtsgeschenk oder die Einladung zu einem Fest nach dem Sommerlager können eine Form der Anerkennung sein. (Zum Beispiel ein Opinel oder ein T-Shirt, das lange daran erinnert, dass die Arbeit gewürdigt wird.)

„Wir laden nach unserem Sommerlager regelmäßig zu einem Dankeschön-Essen ein. Hierbei sagen wir nicht nur den Leiterinnen und Leitern „Danke“, sondern auch ihren Partnerinnen und Partnern. Ihr Verständnis für das Ehrenamt des Anderen muss auch immer mal gewürdigt werden. Ein gemeinsamer Sommerurlaub wäre sicher auch schön gewesen.“Christoph Klement (Stamm St Stephan Neckarsteinach)

„Danke“ durch besondere Veranstaltungen

Ein Danke an den Stamm darf auch mal größer ausfallen. Dazu gehört sich auch mal zu feiern. Regelmäßiges Feiern des Stammesjubiläums in einem Gottesdienst, in der Gemeinde, oder auch in der Öffentlichkeit führt zu positiver Resonanz für die Leiterinnen und Leiter. Ganz nach dem Satz „Tue Gutes und rede darüber“ dürfen wir unsere Arbeit nach außen tragen und eine Anerkennung dafür erfahren.

Schöne Ideen sind aber auch das Veranstalten von Wettbewerben; ein Flashmob auf dem Marktplatz, eine Party oder als etwas außergewöhnlichere Idee auch mal ein Tanztee. Wichtig sind einfach das Zusammenkommen, der sportliche Gedanke und das gemeinsame Erleben.

„Auf den Diözesanversammlungen ist es uns wichtig, besonderes Engagement mit persönlichen Gesten zu würdigen. Seit ein paar Jahren berichten wir davon, wie viele Leiterinnen und Leiter von welchen Stämmen wie viele Ausbildungsangebote besucht haben. Die Delegierten der Versammlung bekommen dann entsprechend der Anzahl der Juleicas selbstgebackene Muffins. Die Stämme mit den meisten Ausbildungstagen bekommen zusätzlich noch Getränkebons für den Abend. Das kommt immer super an.“Nicole Wihan (Diözesanvorsitzende aus Berlin)

„Danke“ durch Unterstützung

Man kann auch Danke sagen und Wertschätzung zeigen, indem man ehrenamtlich engagierte Menschen in ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Gerade für Aktive in Vorständen und Leitungen auf Stammes-, Bezirks- oder Diözesanebene ist dies eine tolle Möglichkeit: Ihr könnt z.B. ein Zertifikat erstellen, womit ihr die Arbeit der Leiterinnen und Leiter bestätigt, Briefvordrucke für Stammesversammlungen oder an Ehemalige und Vorlagen für Gesundheitsbögen zur Verfügung stellen. Wenn ein Mitglied aufgrund eines Umzugs euren Ort verlässt, könnt ihr anbieten, Kontakt zu einem Stamm am neuen Ort aufzubauen (dabei hilft auch unsere Stammessuche). Außerdem gibt es mit der JuLeiCa, für die sich alle mit ihrer Modulausbildung qualifizieren, viele Vorteile und Vergünstigungen. Engagierte darauf aufmerksam zu machen, kann man schön mit einem Dank verbinden.

 


„Danke“ ganz persönlich und passend

Wichtig bei all diesen Dingen und Formen des Danksagens ist, dass sie passen. Dass sie passend sind für euch, die ihr Danke sagt, aber auch für die Person oder die Aktion, die gewürdigt wird. Der ganz persönliche Dank ist ein genauso wichtiger Aspekt, wie auch manchmal der Überraschungseffekt. Ein Dank, wenn man ihn überhaupt nicht erwartet, wirkt. 

„Wir haben den Stämmen auf ihre Sommerlagerplätze einfach mal ein großes Paket geschickt, in das wir alles gepackt haben, was für eine gute Stimmung in der Leiterrunde beitragen kann. Kaffee, Kekse und ein Spielebuch. Gerade, weil sie so was überhaupt nicht erwartet haben, ist das einfach super bei allen angekommen.“Jan Sommer (Referent der Bundesleitung für Halle und Leipzig)

Wir möchten euch nun nochmals dazu auffordern, eure besonderen Dankesmomente miteinander zu teilen. Berichtet uns, wie ihr jemandem gedankt habt oder wo ihr sagt: „Das hat mich echt berührt, das habe ich gar nicht erwartet.“ Das kann übrigens auch eine Anerkennung für diejenige Person sein, die euch diesen beschriebenen, ganz besonderen Moment bescherte. Ihr seht, Möglichkeiten, sich für etwas zu bedanken, gibt es jederzeit und zahlreich. Sich bei jemandem für etwas zu bedanken ist ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung, für etwas das derjenige getan hat.

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