Petition:

Gegen PEGIDA und für mehr Gast>>Freundschaft

#nichtinmeinemnamen

Text: Marius Meyer / Elias Weingärtner

Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder – das bedeutet, dass wir allen Menschen mit Respekt begegnen und dass wir Menschen in Not helfen. Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder – das bedeutet, dass wir Schwächere schützen. Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder – das bedeutet, dass wir uns in offener Diskussion unsere Meinung bilden und sie vertreten. Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder – das bedeutet, dass wir für unser Tun selbst einstehen und keine Sündenböcke suchen. Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder – das bedeutet, dass wir zu unserem Glauben stehen und den von anderen respektieren.

Mit dieser Petition wollen wir ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen – derzeit insbesondere gegen PEGIDA – und gleichzeitig ein Bekenntnis für eine Willkommenskultur und mehr Gastfreundlichkeit in Deutschland ablegen. Wir laden dazu ein, diese Petition namentlich zu kennzeichnen, um so eure Unterstützung zum Ausdruck bringen.

Foto: (c) Christian Kaufmann

PEGIDA ist das genaue Gegenteil zu christlichen und pfadfinderischen Werten. Die rechtsradikalen Organisatoren nutzen diffuse Ängste, um gegen Flüchtlinge zu hetzen, vor allem gegen Muslime. Menschen, die vor Krieg oder Terror geflüchtet sind, und die sich in Lebensgefahr begeben mussten, um sich und ihre Familien zu retten, werden dämonisiert. Das ist brandgefährlich. 
Als Pfadfinderinnen und Pfadfinder schützen wir Flüchtlinge vor diesen Anfeindungen! Wir machen klar, dass Flüchtlinge bedroht werden und keine Bedrohung sind!

Die Lebensumstände für Flüchtlinge sind in Deutschland oft schwierig. Asylbewerberinnen und Asylbewerber sind vielen rechtlichen Einschränkungen unterworfen, die ihnen ein einigermaßen normales und würdevolles Leben unmöglich machen. So werden kranke Flüchtlinge oft erst dann ärztlich behandelt, wenn sie akute, starke Schmerzen haben. Bei chronischen oder nicht so schwerwiegenden Krankheiten, haben sie keinen Anspruch auf medizinische Behandlung. Ihre Wohnheime sind oft überbelegt und in einem grauenvollen Zustand. Deshalb setzen wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder uns dafür ein, Flüchtlinge in Deutschland willkommen zu heißen, deshalb steht die DPSG-Jahresaktion im kommenden Jahr unter dem Motto „Gast>>Freundschaft – für Menschen auf der Flucht“. Ziel ist es, in Deutschland eine Willkommenskultur zu schaffen. PEGIDA dagegen behauptet, dass Flüchtlinge in Deutschland bevorzugt werden. Das ist rechtspopulistischer Quatsch, der mit Vorurteilen und rassistischen Thesen verquirlt wird, um Fremdenfeindlichkeit zu schüren. 
Als Pfadfinderinnen und Pfadfinder heißen wir unsere Mitmenschen willkommen, gerade wenn sie in Not sind! Wir treten Vorurteilen und rassistischen Parolen entgegen! Pfadfinderinnen und Pfadfinder stehen dem Fremden nicht feindlich gegenüber, sondern offen und neugierig. Wir sind fremdenfreundlich!

PEGIDA faselt von einer Islamisierung des Abendlandes, gegen die man sich zu Wehr setze. Wir können keine Islamisierung erkennen. Nur etwa fünf Prozent der Einwohner Deutschlands sind Muslime. Die meisten leben seit Jahrzehnten hier, sind hier geboren.

Im Alltag kann von einer vermeintlichen Islamisierung keine Rede sein. So heißen trotz anders lautender Behauptungen von PEGIDA Weihnachtsmärkte noch immer Weihnachtsmärkte. Das einzige, wo man heute den Islam stärker wahrnimmt als noch vor wenigen Jahrzehnten, sind neugebaute Moscheen, die auch als solche erkennbar sind. Aber wir entdecken darin keine Islamisierung, sondern – im Gegenteil – ein Zeichen von Integration: Die Muslime, die in Deutschland leben, sehen sich zunehmend als deutsche Muslime – und sie wollen ihren Glauben offen leben, so wie andere Glaubensgemeinschaften auch.

Inzwischen gibt es einen lebendigen muslimischen Pfadfinderverband in Deutschland – ein weiteres Beispiel für gelebte Integration. Wenn es in Deutschland christliche Pfadfinderverbände wie die DPSG gibt, muss es auch Verbände anderer Religion geben können. Deshalb unterstützt die DPSG den Bund Moslemische Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Deutschland. Sie sind, wie alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder, unsere Brüder und Schwestern.
 Als Pfadfinderinnen und Pfadfinder unterstützen wir die freie Religionsausübung! Wir verlangen nicht, dass Moscheen in Hinterhöfen versteckt werden müssen, weil wir nicht wollen, dass sich unser „deutsches“ Straßenbild verändert.

PEGIDA nutzt christliche und weihnachtliche Symbole, um andere Menschen auszugrenzen.
 Für uns Pfadfinderinnen und Pfadfinder stehen diese Symbole für eine frohe Botschaft! Deshalb nutzen wir sie, beispielsweise das Friedenslicht aus Betlehem, um für Frieden, gesellschaftliches Miteinander und ein Zusammenleben der Völker zu werben.

PEGIDA ist unvereinbar mit den pfadfinderischen Werten. Deshalb bekennen wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder Farbe: Gegen PEGIDA (#nichtinmeinemnamen), für Mitmenschlichkeit! Wir stehen ein für mehr Gast>>Freundschaft für Menschen auf der Flucht und arbeiten an einer Willkommenskultur in Deutschland.

Du kannst diese Petition namentlich unterzeichnen. Wir danken dir für dieses Zeichen der Unterstützung!

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Pfadfinderinnen und Pfadfinder gegen PEGIDA

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