Jonas  Nees
Projektreferent SkF-Kooperation
Jonas Nees
02131-46 99 91

Jonas Nees ist Projektreferent für die Initiative „gemeinsam unterwegs“, das gemeinsame Projekt von SkF und DPSG. Er ist Ansprechpartner für Fragen und Anliegen zur Öffnung von Stämmen der DPSG für neue Zielgruppen.

 

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Modellinitiative„gemeinsam unterwegs“

Kooperation DPSG & SkF

In der Modellinitiative „gemeinsam unterwegs“ nimmt die DPSG gemeinsam mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) die Inklusion von benachteiligten Jugendlichen in Pfadfinderstämme in den Fokus. Im gemeinsamen Erleben von alltäglichen und außergewöhnlichen Situationen und durch gegenseitiges Kennenlernen entsteht für Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, über Differenzlinien hinweg Normalität und Wertschätzung im Umgang miteinander zu erfahren. Das heißt, dass Unterschiede in der Herkunft von Kindern und Jugendlichen im gemeinsamen Handeln zunächst keine Rolle spielen sollten, und so ein vorurteilsfreies Kennenlernen möglich wird. Dies soll im Rahmen des Projekts ermöglicht werden.

Denn Jugendliche beeinflussen einen Verband nicht nur durch ihr Kommen, sondern auch durch ihr Wegbleiben. Seit der Sinus-Milieustudie wissen wir für die katholische Jugendverbandsarbeit ganz genau, wer zu uns kommt und wer nicht. Wir erreichen zwar 95.000 Kinder und Jugendliche, doch gleichzeitig erreichen wir nur wenige Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus.

Wir verstehen uns als einen Ort, der sowohl Kindern und Jugendlichen, als auch Leiterinnen und Leitern wertvolle Erfahrungen zur Verfügung stellen kann. Wir sind Akteur außerschulischer Bildung. Wenn über Bildungsgerechtigkeit gesprochen wird, ist auch der außerschulische Anteil von Bildung zu bedenken. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Angebote allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen.


Milieuübergreifendes Handeln

Wir stellen uns mit dem Projekt auch einer gesellschaftlichen Herausforderung: Es gibt kaum mehr Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Milieus treffen können, um im gemeinsamen Handeln ins Gespräch zu kommen. Eine zunehmende Strukturierung des Alltags von Kindern und Jugendlichen nimmt ihnen diese Möglichkeiten. Pfadfinden sehen wir als eine sehr gute Möglichkeit, milieuübergreifendes Handeln und Kommunizieren zu praktizieren. Denn es besteht die reale Gefahr durch die Entfremdung von den Lebenswelten anderer Milieus in eine „Sprachlosigkeit“ zwischen den Milieus zu geraten. Die Möglichkeiten von Bildung durch Differenzerfahrung können und sollen in dem Projekt durch alle beteiligten Kinder, Jugendlichen sowie Leiterinnen und Leitern genutzt werden. Gemeinsame Erlebnisse können die Basis für ein verbindendes Thema bilden über das gesprochen werden kann und damit eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Lebenswelten initiieren.

Damit wird die DPSG in Zukunft auch dem Gründungsgedanken des Pfadfindens wieder näher treten. Hierzu bedarf es einer strukturierten Reflexion des Verbandsprofils. Auch der SkF nimmt das Projekt als Gelegenheit, sich neuen Strukturen zu öffnen und einen Blick über das eigene Handeln hinaus zu werfen.

Modellstandorte DPSG & SkF-Kooperation
Überblick Modell-Standorte (Zum Vergrößern, bitte anklicken)

Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie können wir die „bisher nicht Erreichten“ erreichen, um in der Folge zu einer chancengerechten Teilhabe an außerschulischer Bildung beitragen zu können. Die Leiterinnen und Leiter der DPSG sind dabei Experten für Freizeitpädagogik und keine Sozialpädagogen. Einer Dekategorisierung von Problemen treten wir entgegen. Die DPSG kann keinen Ersatz für professionelle Hilfe bieten, doch sie kann ein zwangloser Ort gemeinsamen Erlebens für alle sein. Was wir üben müssen und lernen wollen, ist eine Intermilieu-Kompetenz.

Durch gezielte Ansprache von Kindern und Jugendlichen an fünf Standorten wollen wir mehr über die Möglichkeiten, aber auch über die Stolpersteine in der Ansprache der Zielgruppe erfahren. Dabei wird die Netzwerkbildung mit dem SkF einen wichtigen Beitrag leisten. Strukturiert, aber auch mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl für die spezifischen Gegebenheiten an den Standorten, wollen wir gemeinsam mehr erfahren über die Rahmenbedingungen einer inklusiven Gesellschaft.


Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)

Sozialdienst katholischer Frauen

In Trägerschaft des SkF befinden sich 40 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, in der ambulanten erzieherischen Kinder- und Jugendhilfe sind 80 Ortsvereine des SkF aktiv. Partizipation ist ein zentrales Gestaltungsprinzip der Erziehungshilfe, das darauf abzielt, Kinder, Jugendliche und ihre Familien bei der Ausgestaltung der Hilfe systematisch zu beteiligen. Erfahren junge Menschen in einer solchen Kultur, dass sie ernst genommen und akzeptiert werden, dann ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen und die Wirksamkeit der Hilfe gegeben. Integraler Bestandteil der Arbeit in SkF Einrichtungen und Diensten ist es, den Kindern und Jugendlichen Zugänge zu Angeboten im Sozialraum zu eröffnen, z. B. in Sportvereinen und anderen Freizeitaktivitäten im Kontakt mit Gleichaltrigen.

www.skf-zentrale.de


Ansprechpartner im Bundesamt

Jonas  Nees
Projektreferent SkF-Kooperation
Jonas Nees
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Jonas Nees ist Projektreferent für die Initiative „gemeinsam unterwegs“, das gemeinsame Projekt von SkF und DPSG. Er ist Ansprechpartner für Fragen und Anliegen zur Öffnung von Stämmen der DPSG für neue Zielgruppen.