Jahresaktion 2014:

Nix besonderes 14 + – gemeinsam stark

Jahresaktion 2014

„Inklusion“ ist zurzeit in aller Munde, wenn es um die Arbeit von und mit Menschen mit Behinderung geht. Die Jahreskation 2014 soll dieses Wort verständlicher und Inklusion erlebbar machen. Wir wollen mit der Jahresaktion „nix besonderes 14+ - gemeinsam stark“ Kinder und Jugendliche in der DPSG an das Thema Behindertenarbeit heran führen.

Der Titel der Jahresaktion „nix besonderes 14+“ ist ganz bewusst an das langjährige Motto des Fachbereiches Behindertenarbeit angelehnt. Die 14 verweist auf das Jahr der Aktion, das + symbolisiert den Mehrwert für alle Beteiligten. Behinderungen und Einschränkungen sollten für uns „nix besonderes“ sein. Lasst uns das Jahr 2014 nutzen, um Inklusion im Verband erlebbar zu machen und die DPSG gemeinsam stark zu machen.

Doch was ist eigentlich mit Inklusion gemeint? Inklusion ist ein großes Wort das erst mal nicht sonderlich verständlich ist. Zum besseren Verständnis hier ein kleines Filmchen, das ihr auch prima in der Gruppenstunde oder am Aktionstag zeigen könnt:


Auch diese einfache aber sehr anschauliche Grafik von der Aktion Mensch verdeutlicht eindrucksvoll was mit Inklusion gemeint ist:

Was ist Inklusion
Quelle: Aktion Mensch

Um diese Grafik etwas mit unserem pfadfinderischen Alltag zu füllen, hier unser Versuch Inklusion anhand eines Zeltlagers zu erklären.

Exklusion

Eine Gruppe von Personen wird ausgegrenzt zum Beispiel Menschen mit Behinderung dürfen nicht mit ins Zeltlager fahren.

Integration

Niemand wird ausgegrenzt, es gibt aber Untergruppen, zum Beispiel Menschen mit Behinderung sind am Zeltlager dabei, machen aber ein eigenes Programm am Platz.

Inklusion

Alle Menschen sind gleichwertig beteiligt, zum Beispiel Menschen mit Behinderung fahren mit aufs Zeltlager und nehmen gemeinsam mit den Anderen an einem Programm teil, das für alle passt.


Schirmherr

Lutz Stroppe
Schirmherr Lutz Stroppe

Damit die Jahresaktion „nix besonderes14+ - gemeinsam stark“ noch weiter wirken kann als nur in der DPSG, haben wir einen Schirmherren mit weitreichendem politischen Einfluss gesucht.

Mit Lutz Stroppe, konnten wir den Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Jahresaktion 2014 gewinnen. Als Leiter des Bundesministeriums ist er das Bindeglied zwischen Politik und der Verwaltung des Ministeriums.

Somit hat er Einfluss auf politische Entscheidungen und deren konkrete Umsetzung. Sein ausführliches Grußwort an die DPSG könnt ihr hier nachlesen:

Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder!

Pfadfinden mit und ohne Behinderung ist „nix besonderes“. Das stimmt vor allem für die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg. Bereits seit über 50 Jahren sieht der Verband die Aufgabe und die Chance, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung in das Verbandsleben zu integrieren. Schon früh schaffte die DPSG damit Erlebnisräume für Menschen mit und ohne Behinderungen.

Insofern übernehme ich gerne die Schirmherrschaft für die Jahresaktion „nix besonderes 14+“ der DPSG, um dieses in der Jugendarbeit doch nach wie vor außergewöhnliche Selbstverständnis zu unterstützen und zu fördern. Der Verband setzt damit ein wichtiges Signal für mehr Inklusion im Alltag. Inklusion steht für mich für ein gleichberechtigtes Miteinander unter Anerkennung der unterschiedlichen Voraussetzungen von jedem Menschen. Die DPSG hat sich ein Ziel gesetzt, dass auch zentral für das Handeln der Bundesregierung ist: Eine Gesellschaft, die Bedürfnisse junger Menschen (ob mit oder ohne Behinderung) bei all ihren Entscheidungen berücksichtigt und teilhaben lässt.

Ich wünsche der DPSG, dass die Jahresaktion 2014 hilft, Grenzen und Barrieren abzubauen, die es Menschen mit Behinderung schwer machen, am Leben der Gesellschaft und an allen sie berührenden Entscheidungen zu partizipieren. Ich wünsche der DPSG, dass Wölflinge, JungpfadfinderInnen, PfadfinderInnen und Rover in Austausch mit Menschen mit Behinderung treten und diesen Austausch als Bereicherung für ihr eigenes Leben erfahren.

Ich danke all denen, die die Jahresaktion 2014 unterstützen und mit ihrem Engagement, Pfadfinden mit und ohne Behinderung zu einem ereignisreichen und lernintensiven Erlebnis machen. Und das ist dann schon etwas sehr Besonderes!

 

Lutz Stroppe
Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend